Donnerstag, 31.12.2009
T
Samstag, 11.04.2009
Osterwunsch
Es war einmal ein weiser alter Mann,
dem es eigentlich an nichts fehlen kann,
hat Haus, hat Garten, hat fünf Ringe
einen Job, in dem er es auch noch zu was bringe,
hat seine Liebsten bei sich Tag aus, Tag ein,
eigentlich müsste er doch glücklich sein.
Ist er auch, doch fehlt ihm noch zum Glück,
so wie Herrn Rossi nur ein kleines Stück.
Mittwoch, 28.01.2009
Der Besuch im Krankenhaus
Doch dann kommst Du mich besuchen, ganz kurz in der Mittagspause, welch ein Lichtblick. Ein wenig plaudern, ein wenig lachen, sich entspannen, den Grund vergessen warum man eigentlich hier liegt. Aber alles ist natürlich ganz züchtig und hochgeschlossen - sind ja schließlich im Krankenhaus.
Ein Kuss zum Abschied sei aber gegönnt. Ich sehe Dir an, dass Du gehen musst aber irgendwie nicht willst. Aus einem Kuss werden zwei, dann drei, intensiver, leidenschaftlicher, ich fahre vorsichtig durch Dein Haar, über Deinen Rücken. Deine Hand verschwindet unter der Decke, streichelt sehr kurz meine Brust, streift meinen Bauch und wandert zielstrebig tiefer. Du suchst und findest und bist kein bisschen überrascht welche Wirkung du bereits entfacht hast. Du löst Dich von mir und schaust mich irgendwie komisch an. Mit einem sehr bestimmten Stimme sagst Du: „So können wird das jetzt aber nicht lassen“.
Du stehst auf und blickst über den Paravent, würde die Tür aufgehen, hätte man eigentlich noch genug Zeit wieder „für Ordnung zu sorgen". Während Du so dastehst, wandert meine Hand verstohlen die Innenseite Deines Oberschenkels entlang. Du schließt Die Augen und hältst Dich an dem Paravent fest. Ich spüre wie feucht Du schon bist, streichle Dich zart, hebe den Saum deines Höschens um näher zu kommen, Du stöhnst ganz kurz auf.
Donnerstag, 22.01.2009
Was ist eigentlich Käfer-Sex?
Der Begriff ist eher negativ belegt. Ein Zitat dazu „ich will keinen Sex mit einem toten stück Fleisch.“ (Sorry fuers Kopfkino) Übertragen heißt das, der Käfer liegt auf dem Rücken, tut nichts weiter und lässt sich bedienen. Mancher wird jetzt sagen, na Käfer auf dem Rücken bewegen doch wenigstens die Beine, und das wie wild. Nun der Käfer liegt in dieser Analogie wohl schon länger auf dem Rücken, mürbe von der Sonne und hat seinen Überlebenskampf aufgegeben. Man könnte jetzt noch in die unterste Schublade greifen und den Witz über die Frauenbewegung rausholen, aber die Schublade ist einfach zu tief und die lassen wir lieber zu.
Was nun niemanden verwundern mag, ist, dass Coleoptera nun belegt, dass Käfer-Sex vollkommen zu unrecht so in Misskredit gebracht wird. Das Kommentare wie „manche sollen ja drauf stehen...“ der eigentlichen Idee nicht gerecht werden, diese Kommentare aber natürlich auch einer gewissen Ironie nicht entbehren, also auch eine Doppeldeutigkeit in sich tragen
...es hat was mit Hingabe zu tun, sich ganz in die Hände des anderen zu begeben, tatsächlich das Gefühl zu haben, als wäre da ein Käfer am Werk, da es wohl mehr als 2 Hände sein müssen, die einen berühren, streicheln, liebkosen, massieren. Natürlich liegt man dabei, aber nicht zwingend und immer auf dem Rücken. Wachs zu sein oder zu Wachs zu werden unter diesen Händen. Vielleicht auch das Gefühl zu bekommen Wachs wäre im Einsatz. Ein Spiel mit Hitze und Kälte zu versuchen, bei dem selbst Eiswürfel empirisch einer Eiswürfelgegnerin neue ekstatische Emfpindungen entlocken, Ereignisse erzeugen die eigentlich nicht erwartet wurden, eben empathisches Eis einhergehend mit epidermer erheblicher Erwärmung.
Ich muss sagen, es war ein berauschendes Erlebnis. Zu steigern ist das ganze noch durch das Verbinden der Augen oder – wer es mag – durch sanfte stimulierende Seile, nicht strangulierend, nicht starr, aber doch ein wenig Selbstaufgabe, Selbstüberantwortung. In diesen Momenten, um zum Bienenprodukt zurückzukehren, verwandeln sich selbst dominante Damen in wachsweiche Wesen, selbst wenn sie nicht alle Heidi heißen.
Um in einem anderem Zusammenhang aus einem gut passenden Film John Malkovich zu zitieren: „Dagegen bin ich machtlos“, der damit wider seinen inzwischen entstandenen Emotionen, der lieben Michelle Pfeiffer viel Wehmut bereitet hat. Bei Buglove geht es nicht um Machtlosigkeit, auch wenn wir oft manchmal manches machtlos mitmachen müssen, geht es bei Käferliebe darum etwas zu empfangen, was keine Macht der Welt erzwingen kann.
Euer Käfer,
...der Euch alle Daumen hält, dass Euch vielleicht einmal ein Käfer über den Weg laufen möge, egal ob gebend oder empfangend, alle Daumen sind passernderweise derer 6. Da der Käfer aber eigentlich keine Daumen hat, können das auch schon mal die 6 Beine sein, die der Käfer einem anderen Menschen ganz selbstlos, quasi heilig und nicht nur zum Schein, drückt.
Montag, 12.01.2009
Eine etwas andere Autofahrt
- Du tastest Dich langsam zum Oberschenkel der Dame vor, Deine Hand wird aber dezent wieder zum Steuer zurückgelegt:
Kann vieles bedeuten, am wahrscheinlichsten ist, dass die Dame neben dir eine ängstliche Beifahrerin ist, also nicht verunsichern lassen, wird schon. - Wie 1, nur plötzlich hörst Du ein Geräusch und spürst ein Brennen auf der Wange.
Dreh noch mal um, Du hast aus Versehen eine Anhalterin mitgenommen, Dein Blind Date steht noch da, wo Du sie abholen solltest. - Du tastest Dich langsam vor und suchst vergeblich nach dem Stückchen Stoff, dass dort unter dem Kleid eigentlich sein sollte…
…dieses Signal führt zu folgenden weiteren straßenverkehrsgefährdenden Verwicklungen:
Wenn Du Dich also versichert hast, dass da, wo sonst ein Höschen ist, keins ist, lehne Dich zurück, genieße es und versuche irgendwie durch den Verkehr zu kommen, um es dann vielleicht bis zum Verkehr zu schaffen, wenn Du es soweit schaffst.
Du blickst das weibliche Wesen neben Dir an – nur welchen Gesichtsausdruck legst Du auf? -. Zahnräder rattern in Deinem Kopf, deine Hose war schon eng, ist aber plötzlich noch viel enger. Zwei unschuldige Augen blicken Dich an, aus dem leicht geöffneten Mund kommt ein schelmisches „schockiert?“ Schockiert bis Du nicht, eher irgendwie geschockt, als plötzlich eine Hand an Deiner Hose nestelt, Dich massiert, dann vorsichtig die Hose öffnet – jetzt weißt Du auch warum Du statt der Pants die eher ungeliebten Boxershorts anziehen solltest. Mit geschickten Händen kommt das zum Vorschein, was scheinbar genauer untersucht werden muss. Plötzlich lehnt sich Deine in dem Fall perfekt ausgewählte Beifahrerin zu Dir rüber. So wie in True Lies, als Arnold richtig sauer wird, der Fahrer hinter Dir wird aber eher neidisch.
Zum Glück benötigt Sie keine Brille und kümmert sich aus versehen wie in dieser Werbung um den Schaltknüppel (heißt der so, oder ist das jetzt obszön, will ja nicht auf den Index). Bis auf diesen kleinen Unterschied ist aber alles wie in dieser Werbung, außer dass sich neben diesen anderen Bewegungen unter Dir auch das Auto bewegt. Irgendwie wird es plötzlich so heiß, Du denkst nach, ...nein Du kannst grad nicht denken, Augen schließen? Nein! `Spinnst Du! Aufmachen, sofort wieder aufmachen …Navi, Navi, verlass Dich voll auf das Navi, lehn Dich zurück, huch was macht sie denn da jetzt schon wieder, nein, oder doch, Mensch!, mach die Augen auf!
Freitag, 02.01.2009
Geburtstagswünsche
...was schreibt man jemand, der selbst unbeschreiblich ist?
...was wünscht man jemand, der selbst ein erfüllter Wunsch ist?
...was singt man jemand, der selbst eine einzige Sinfonie ist?
...was schenkt man jemand, der selbst ein Geschenk ist?
...es gibt wohl keines, das nur annähernd angemessen wäre.
Diese Zeilen habe ich kürzlich einem ganz besonderen Menschen geschrieben und möchte sie hier verewigen und vielleicht auch als Anregung, Hilfestellung hinterlassen. ...obwohl, wenn die Seele derart von einem Menschen berührt wird, dann kommen Wörter von ganz alleine.
Guacamole - Lecker und Aphrodisierend
Meine erste Guacamole genoss ich - natürlich in Begleitung ;-) - im HRC in Honolulu. Wie so manchmal first time - best time. Also orientieren sich nachfolgende Tipps an diesem Meilenstein.
Zutaten: Avocado, Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch, Olivenöl, Salz, Chillipulver. Bei der Beimengung der anderen Zutaten auf die Dominanz der Avocado achten. Ebenso ist es ein NoGo dem Avocadofleisch mit einem Pürierstab zu Leibe zu rücken. Die Avocado muss reif sein und auf leichten Druck nachgeben. Das Fleisch wird mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer leicht zerdrück, es sollten aber noch größere Stückchen verbleiben. Tomaten (vorher Häuten) und Zwiebeln fein hacken und unterziehen. Mit Knoblauch (nicht zu viel sonst hilft die aphrodisierende Wirkung nicht) und den restlichen Zutaten abschmecken und bei allem auf eine gute, fast noch feste Konsistenz achten.
Sauerrahm, Créme fraiche oder andere Grausamkeiten hat die Avocado nicht verdient.
Das Typtophan der Avocado wird vom Körper in das Gute-Laune-Hormon Serotonin umgewandelt. Zudem ist sie ja entsprechend gehaltvoll, das gibt Kraft und Ausdauer. Die Art und Weise, wie die Begleiterin, diverse Speisen zusammen mit diesem Dip verzehrt, kann die aphrodisierende Wirkung "ein wenig" unterstützen. Und Honolulu ist ja auch bei anderen Verrichtungen eine mögliche Orientierung... (allerdings eher für die Rookies)
von coleoptera um # 09:37 in Culinarium
Donnerstag, 01.01.2009
Auld Lang Syne - Should auld acquaintance be forgot
Heute hat mir eine liebe Bekannte geschrieben, wie schön es ist, bei diesem Ritual in Männeraugen zu sehen, die voller Tränen sind. Eine andere liebe Freundin dagegen, sagte mir, dass sie nicht damit umgehen könnte, dass Menschen zu Weihnachten oder Neujahr so sentimental werden und Menschen anrufen, bei denen sie sich sonst schon lange nicht mehr gemeldet haben.
Tja und das macht einen dann nachdenklich. Ich persönlich finde es einen schönen Brauch, ich finde es wichtig, sich an Menschen zu erinnern, die irgendwann Teil des eigenen Lebens waren - aus welchem Grund auch immer sie es heute nicht mehr sind oder eben einfach anders sind, und sei es nur in der Erinnerung.
Wer erinnert sich nicht an diesen philosophieschen Dialog von Harry Burns am Ende der Silvesterparty - zwischen zwei Küssen seiner geliebten, endlich geliebten, aber auch schon fast immer geliebten Sally Allbright - letztlich sollen wir uns an sie erinnern...
Und dann gibt es Menschen die einem im hier und jetzt über alle Maßen etwas bedeuten und doch ist man von ihnen getrennt, auch wenn man alles dafür gäbe einen Weg zu finden, bei ihnen zu sein. Und die heutige Technik macht es dann zumindest möglich, kurz nach den entscheidenden Sekunden eine Nachricht zu senden, ein paar liebe Worte, ein in Buchstaben geformter Gedanke, etwas was Seele und Herz erfreut und sei es noch so kurz. Noch viel schöner ist aber, wenn man bevor man solche Zeilen abschickt, diese von manchem empfängt. Aktion und Reaktion, diese güldenen Prinzipien im Berufsleben, wir reagieren nicht - wir agieren, sind sie doch im privaten noch viel wichtiger. Und wenn es dann so ist, dass es förmlich ein Wettstreit wird, wer schickt nun die Zeilen als erster, wer überrascht den anderen, dann ist es fast am schönsten.
Ich wünsche Euch allen, ein gutes, gesundes und glückliches 2009
und erinnert Euch an die Menschen denen einst Euer Herz gehört hat
oder die immer noch - selbst wenn es nur ein kleiner ist -
einen Platz in Eurem Herzen haben.
Mittwoch, 31.12.2008
Culinarium
Hier werde ich in Zukunft meine bescheidenen, amateurhaften ansichten zur Zubereitung von Speisen hinterlassen.
Liebe geht durch den Magen, das Auge isst mit, Gewürze haben eine aphrodisierende Wirkung - Gerüche auch oder noch mehr.
...was gibt es schöneres als ein romantisches Essen mit einer Frau, bei dem man bei der Frage des Kellners am Ende "darf ich ihnen noch die Desserkarte bringen?" überlegen kann, ob man noch ein Dessert möchte oder lieber ein Dessert möchte und dann erwiedert "No grazie, Il conto per favore"
von coleoptera um # 12:40 in Culinarium
Sonntag, 28.12.2008
Wenn schon keine Automatik, dann wenigstens ein Tempomat
Du holst mich ab, umarmst mich wie in diesem Film, den Du noch nicht kennst und ich fühl’ mich wieder zu Hause. Im kleinen Schwarzen fährst Du Deinen kleinen Schwarzen und wie so oft und trügerisch steckt unter dem Kleid (egal ob aus Metall, Leder oder Stoff) ein sehr heißer und kraftvoller Motor. Und so ein Motor braucht ja bekanntlich etwas Öl, damit die Kolben auch ohne Widerstand dahin gleiten können. Den Widerstand gibt’s erst dann, wenn sie am Ende des Wegs angekommen sind, dort findet dann etwas statt, was Lust und vielleicht auch Schmerz zugleich bedeutet, auf das richtige Gemisch kommt es eben an.
Aber ich darf ja nicht fahren, hab ja all meine Lizenzen verloren. Was aber auch sein Gutes hat, kann ich mich doch auf meine Kernkompetenz konzentrieren: Die Fahrerin verrückt machen, drive the driver crazy, nicht nur der erste Platz im Rennen macht glücklich, diese Frau neben mir so sein lassen, sie so erleben wie sie ist und wie ich sie begehre.
Wir fahren, besser gesagt Du fährst so dahin, Motor 1 ist warm, Motor 2 braucht noch ein wenig... und wieder rätsle ich, hat der Motor wie bei manchen Autos eine Unterverkleidung oder hat er sie nicht. Manchmal wünscht man sich das ja, ist doch der Motor gut geschützt, gerade im Winter, andererseits für die versierten Mechaniker hat so ein direkter schneller Motorzugang auch seine Vorteile.
Aber erst mal muss man das ja insgesamt in Augenschein nehmen und die anderen Teile begutachten, bevor man sich ins Energiezentrum begibt...
ein wenig die Haare gestreichelt, den Nacken, die feinen Härchen, die Gänsehaut und den Schauer gefühlt...an der Wange entlang ... zum Hals ... Schulter ... Schlüsselbein ... und oh das müssen wir uns genauer ansehen, zwei kleine Beulen, ziemlich verhärtet und ausnahmsweise ungeschützt, erst mal den Hof inspiziert, mit den Händen des Mechanikers, die die noch so kleinste Unebenheit erspüren ... von denen scheinbar eine elektrische Spannung ausgeht ... die noch mehr Gänsehaut erzeugen ... sanft gestreichelt nicht grob ... die leere Autobahn lässt doch einiges zu und das Auto fährt – wie dieser Lotus Esprit – auf Schienen, nur das es keine 5 sondern 7 Gänge hat.